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Oxygenotherapie in Kurorten

Die Oxygenotherapie ist eine ruhige Anwendung, bei der der Gast sauerstoffangereicherte Luft einatmet. In Kurorten wird sie vor allem zur Unterstützung von Regeneration, Erholung und einem Gefühl von Frische genutzt – zum Beispiel bei Müdigkeit, Stress oder nach körperlicher Belastung. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Oxygenotherapie abläuft, welche Arten der Sauerstofftherapie es gibt und wann eine vorherige Rücksprache mit Fachpersonal sinnvoll ist.
Oxygenotherapie in Kurorten

Die Oxygenotherapie in Kurorten ist eine ruhige regenerative Anwendung, bei der der Gast sauerstoffangereicherte Luft einatmet – meist über eine Nasenkanüle oder eine Maske. Normale Atemluft enthält etwa 21 % Sauerstoff. Bei der Sauerstofftherapie wird mit einer höheren Sauerstoffkonzentration gearbeitet, wodurch dem Körper mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden kann.

Viele Gäste nutzen die Oxygenotherapie bei Müdigkeit, Stress, Erschöpfung, nach körperlicher Belastung oder als sanfte Ergänzung zu weiteren Kuranwendungen.

 

Wie läuft eine Oxygenotherapie ab?

Während der Anwendung sitzt oder liegt der Gast entspannt und atmet sauerstoffangereicherte Luft ein. Die Behandlung ist unkompliziert, schmerzfrei und erfordert keine besondere Vorbereitung.

Typischer Ablauf:

  • der Gast sitzt oder liegt bequem
  • der Sauerstoff wird über eine Nasenkanüle oder Maske zugeführt
  • die Atmung erfolgt ruhig und natürlich
  • die Anwendung dauert meist etwa 10–20 Minuten
  • häufig wird sie mit Ruhe, Entspannung oder einem Erholungsprogramm kombiniert

Übliche Sauerstoffmenge:

  • Erwachsene: 4–10 l/min
  • Kinder: 1–4 l/min

 

Arten der Oxygenotherapie

Normobare Oxygenotherapie

Die normobare Oxygenotherapie ist eine Form der Sauerstofftherapie, bei der der Mensch sauerstoffangereicherte Luft bei normalem atmosphärischem Druck einatmet. Genau dadurch unterscheidet sie sich von der hyperbaren Oxygenotherapie, die in einer Druckkammer stattfindet.

In Kurorten oder im regenerativen Bereich handelt es sich meist um eine ruhige Anwendung, bei der der Gast bequem sitzt oder liegt und über eine Nasenkanüle oder Maske eine Mischung mit erhöhtem Sauerstoffgehalt einatmet.

Mögliche Vorteile:

  • unterstützt die Sauerstoffversorgung des Körpers durch das Einatmen sauerstoffangereicherter Luft
  • kann bei Müdigkeit und Erschöpfung helfen, wenn der Körper Ruhe und Regeneration braucht
  • kann zur besseren Erholung nach körperlicher Belastung beitragen, zum Beispiel nach Sport oder einer anstrengenden Zeit
  • unterstützt das Gefühl von Frische und Vitalität, besonders bei Menschen, die sich länger müde oder überlastet fühlen

 

Hyperbare Oxygenotherapie – HBOT

Die hyperbare Oxygenotherapie, kurz HBOT, ist eine spezielle Form der Sauerstofftherapie, die in einer Druckkammer durchgeführt wird. Dabei atmet der Mensch Sauerstoff unter einem höheren Druck ein als dem normalen atmosphärischen Druck. Dadurch kann sich Sauerstoff im Körper besser im Blutplasma lösen und auch Bereiche erreichen, die schlechter durchblutet oder geschädigt sind.

Aus diesem Grund wird die HBOT vor allem in der Medizin eingesetzt. In den letzten Jahren wird sie jedoch auch im Bereich der sportlichen Regeneration und in bestimmten Wellnessprogrammen erwähnt.

Wie läuft eine hyperbare Oxygenotherapie ab?

  • die Anwendung findet in einer speziellen Druckkammer statt
  • der Patient oder Kunde sitzt oder liegt ruhig
  • während der Therapie wird Sauerstoff über eine Maske oder ein spezielles System eingeatmet
  • der Druck in der Kammer wird schrittweise erhöht
  • das Gefühl kann an Druckveränderungen im Flugzeug oder beim Tauchen erinnern
  • eine Sitzung dauert meist etwa 60–120 Minuten
  • am Ende wird der Druck langsam wieder auf das normale Niveau abgesenkt

Wofür wird HBOT in der Medizin genutzt?

Die hyperbare Oxygenotherapie wird in der Medizin vor allem bei Zuständen eingesetzt, bei denen die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessert oder die Heilung unterstützt werden soll.

Häufig wird sie zum Beispiel in Verbindung gebracht mit:

  • Kohlenmonoxidvergiftung
  • Dekompressionskrankheit
  • bestimmten schlecht heilenden Wunden
  • Verbrennungen
  • Gewebeschäden nach Bestrahlung

Mögliche Vorteile in Regeneration und Wellness

  • Unterstützung der Regeneration nach körperlicher Belastung
  • bessere Sauerstoffversorgung des Körpers
  • Gefühl von mehr Energie und Vitalität
  • Unterstützung von Konzentration und mentaler Frische

Warum ist HBOT anders als eine normale Oxygenotherapie?

  • sie findet unter erhöhtem Druck statt
  • es wird eine höhere Sauerstoffkonzentration verwendet
  • Sauerstoff kann sich besser im Blutplasma lösen
  • Sauerstoff kann auch schlechter durchblutete Gewebe besser erreichen
  • sie ist intensiver als eine gewöhnliche Sauerstoffinhalation im Kurort
  • sie erfordert fachkundige Betreuung und eine korrekte Einstellung der Anwendung

 

Häusliche Oxygenotherapie – DDOT

Die langfristige häusliche Oxygenotherapie, kurz DDOT, ist eine Behandlung für Patienten, die dauerhaft eine verminderte Sauerstoffversorgung des Körpers haben. Am häufigsten wird sie bei chronischen Lungenerkrankungen eingesetzt, zum Beispiel bei fortgeschrittener COPD, Lungenfibrose oder chronischer respiratorischer Insuffizienz.

Im Gegensatz zur gewöhnlichen Oxygenotherapie im Kurort handelt es sich nicht um eine kurze Entspannungsanwendung, sondern um eine ärztlich verordnete Therapie. Der Sauerstoff wird zu Hause meist über eine Sauerstoffbrille, Nasenkanüle oder Maske verabreicht. Die Anwendung erfolgt regelmäßig, oft viele Stunden täglich – je nach Empfehlung des Arztes.

Wozu dient DDOT?

  • hilft, die Sauerstoffversorgung des Körpers zu verbessern
  • lindert Beschwerden, die durch Sauerstoffmangel im Blut entstehen können
  • reduziert die Belastung von Lunge und Herz
  • kann die Lebensqualität des Patienten verbessern
  • kann das Risiko einer Verschlechterung des Zustands und einer Krankenhausaufnahme verringern

Unterschied zur Oxygenotherapie im Kurort

Häusliche Oxygenotherapie und Oxygenotherapie im Kurort sind nicht dasselbe.

  • Oxygenotherapie im Kurort ist meist eine kurze unterstützende Anwendung zur Entspannung, Regeneration und für ein Gefühl von Frische.
  • Langfristige häusliche Oxygenotherapie ist eine medizinische Behandlung für Patienten, die objektiv eine verminderte Sauerstoffversorgung des Körpers haben.

 

Wann wird Oxygenotherapie eingesetzt?

Oxygenotherapie hat die größte Bedeutung dann, wenn der Körper nicht genügend Sauerstoff bekommt. Fachlich kann es sich zum Beispiel um Hypoxie oder Hypoxämie handeln – also um einen Zustand, bei dem im Gewebe oder im Blut weniger Sauerstoff vorhanden ist, als der Organismus für seine normale Funktion benötigt.

In der Medizin wird Sauerstofftherapie vor allem als Teil der Behandlung bei Zuständen eingesetzt, bei denen die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert werden muss. Im Kurort hat sie meist eine sanftere Form und wird eher als unterstützende regenerative Anwendung genutzt.

Sauerstofftherapie kann zum Beispiel eingesetzt werden bei:

  • Erkrankungen der Lunge und Bronchien
  • Herzerkrankungen
  • Zuständen nach Operationen oder Verletzungen
  • Blutarmut
  • Sauerstoffmangel im Gehirn
  • bestimmten Vergiftungen
  • sportlicher Regeneration und erhöhter körperlicher Belastung
  • Müdigkeit, Stress und allgemeiner Überlastung

Damit eine Oxygenotherapie tatsächlich sinnvoll wirken kann, muss der Sauerstoff im Körper auch dorthin gelangen, wo er gebraucht wird. Es reicht also nicht nur aus, sauerstoffangereicherte Luft einzuatmen. Wichtig ist, dass:

  • die Atemwege frei sind und der Sauerstoff in die Lunge gelangen kann
  • die Lunge den Sauerstoff aufnehmen und über die Lungenbläschen ins Blut abgeben kann
  • sich der Sauerstoff an Hämoglobin binden kann, das ihn im Blut transportiert
  • die Atemmuskulatur ausreichend funktioniert, damit die Atmung wirksam ist
  • der Blutkreislauf den Sauerstoff zu Gewebe und Organen transportieren kann

 

Wann ist bei Oxygenotherapie Vorsicht geboten?

Bei einer gewöhnlichen Oxygenotherapie im Kurort ist der Ablauf meist kurz und unkompliziert. Trotzdem gibt es Situationen, in denen man die Anwendung nicht automatisch als reine Entspannung betrachten sollte.

Erhöhte Vorsicht ist besonders angebracht bei:

  • Epilepsie – bei manchen Formen der Sauerstofftherapie ist eine individuelle Beurteilung notwendig
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Zustand nach Organtransplantation – nach einer Transplantation sollten ergänzende Anwendungen immer individuell nach aktuellem Gesundheitszustand abgeklärt werden
  • akuten Infektionen der Atemwege oder Lunge – bei Infektion, Fieber, verschlechterter Atmung oder schlechtem Allgemeinzustand ist es besser, die Anwendung zu verschieben
  • schwereren Lungen- und Herzerkrankungen – zum Beispiel bei COPD, schwerem Asthma, pulmonaler Hypertonie, ausgeprägter Atemnot oder Herzerkrankungen

 

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